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Kurzweiliges - Geschichten gegen den Alltag



Geschichten

Folge 026: Island

von Fern Mazur

37° am Morgen. Alles flimmert vor meinen Augen und ausnahmsweise liegt es mal nicht an mir. Ich schleppe mich zum Supermarkt, solange mir die Sonne die Haare noch nicht gänzlich versengt. 15 Kilometer - zu Fuß. Und das nur, weil sich gestern der Kühler meines Wagens verabschiedet hat. Selbst die Kinder wirken lethargisch, gestern haben sie mich noch mit Wassereis beworfen, bis sie dann gemerkt haben, dass das eine saublöde Idee von ihnen war. Jetzt haben sie ihr Taschengeld schon verplempert und haben weder Wassereis zum werfen noch zum essen. Sie blicken feindselig zu mir herüber. Ich werfe ihnen ein paar Mark vor die Füße. Die Sonne, die Sonne... Die Leute vom Supermarkt versuchen mich seit einiger Zeit zu ignorieren. Im Grunde genommen sind sie bloß eifersüchtig. Ich hole meinen weißen Kittel aus der Plastiktüte, stecke mir das Namensschild an und gehe zielstrebig in die Abteilung für Tiefgekühltes, immer ein nettes Wort für die Supermarken auf den Lippen. Ich öffne die Tür zu den Pizzen, und geselle mich zu ihnen. Ich lutsche etwas auf einer Pizza Hawai rum, während ich auf meine Lieblingsassistentin warte. Grinsend schlüpft sie zu mir herein und fängt an, mir die Ananas zu klauen.

(198 Wörter - Sommersemester 00 - 24.05.00)
(Wetterbericht, Teil 1)

Kommentare

obar75 (Homepage)

am 21.02.2005 um 14.24 Uhr

ja, ist nett, geht klar...

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